Cybertracker Specialist Evaluation 2014, Teil 1

September 2014, Lausitz

Cybertracker ist eine Organisation aus Südafrika mit dem Ziel, traditionelles Wissen der San im Spurenlesen der modernen Welt zugänglich zu machen. Die Verbindung von moderner Technik mit der alten Kunst des Fährtenlesens wird unter anderem für die Sammlung von Umweltdaten, das Wildtiermonitoring die Ausbildung von Spurensuchern, Wildbiologen, Rangern genutzt, zum Beispiel in der afrikanischen Safari-Industrie.

Um die Verlässlichkeit und Vergleichbarkeit der erhobenen Daten zu gewährleisten, hat Louis Liebenberg, der Gründer von Cybertracker, ein umfangreiches System der Evaluierung entwickelt.

Organisiert von der Wildnisschule Wildniswissen fand im September 2014 die zweite Cybertracker Evaluation in Deutschland statt.

Bereits am Sonntagabend trafen unsere Evaluierer David Moskowitz und Casey McFarland in Neustadt an der Spree ein. In fast familiärer Runde haben wir, das heißt Rene und Beke aus den Niederlanden, Wolfgang, Joscha und Klara von Wildniswissen, sowie die Teilnehmer des Fährtenkundelehrgangs Nina, Wolfgang und ich, den Abend verbracht, viel gelacht und Tracking storys geteilt. Wie schnell man sich versteht, wenn man die gleiche Sprache spricht!

Beim gemeinsamen Frühstück am nächsten Morgen fühlte ich mich schon wie ein Teilnehmer einer Expedition und rückblickend betrachtet, war es auch eine aufregende Reise die wir in den drei Tagen unternommen haben, weniger an zurückgelegter Distanz in der äußeren Welt, als vielmehr an Erlebnissen und Erfahrungen, die das Innere berühren.

Den ersten Tag nutzen David und Casey, um die Umgebung zu erkunden und nach geeigneten Spuren für uns zu suchen, so dass wir übrigen gleichermaßen noch ein wenig ziellos und entspannt nach Spuren suchen konnten.

Beim Tagebau Welzow habe ich den anderen einen kleinen Teich gezeigt, den ich im Urlaub zwei Wochen zuvor entdeckt hatte. Dort fanden wir vor allem Spuren von Rehen und Wildschweinen.

Nutria_1

An einer Brücke über die Spree an der ich ebenfalls im zurückliegenden Urlaub bereits Nutriaspuren gefunden habe, wurde uns ein besonderes Erlebnis zu Teil, als nicht nur ein erwachsenes Nutria auftauchte, sondern dem sogar noch ein Junges folgte.

Beide fraßen in aller Ruhe und ließen sich durch uns nicht im geringsten stören, bis auf wenige Meter Entfernung konnten wir uns nähern, um sie zu beobachten.

Nutria_3Nutria_4

 

 

 

Dieser erste Tag der Einstimmung und die Zeit des Kennenlernens war sehr schön und hat mir definitiv geholfen. In den Tagen zuvor habe ich beim Gedanken an die Evaluation schon ein wenig Nervosität gespürt, gerade weil es eine Specialist Evaluation war, also schon ein ziemlich hohes Level, auf dem ich mich bei Weitem noch nicht sehe.

Eigentlich habe ich mich hauptsächlich angemeldet, um die Amerikaner kennenzulernen und vor allem viel von ihnen zu lernen.

Nutriaabdrcke

 

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